Tag 8 – Bude und Clovelly
Sonntag, 21.07.2024
Bude
Heute hieß es Abschied nehmen von der wunderschönen Grafschaft Cornwall. Also packten wir das Auto und machten uns um viertel vor 10 auf den Weg. Es ging über die A39 an teilweise bis direkt an die Fahrbahn reichenden Hecken vorbei, bis wir den Ort Bude erreichten.
Um 11 erreichten wir den Küstenort und stellten das Auto auf dem Parkplatz an der Tourist Info ab. Wir schauten kurz in die Tourist Info, wo es neben ein paar Infos über die Region hauptsächlich Souvenirs zu kaufen gab und wollten gerade wieder nach draußen gehen, bis die Kinder den Futterautomat entdeckten. Es wurde so lange gequengelt, bis wir eine Tüte Futter für die Enten kauften.
Also gingen wir zum Bude Canal, der sich neben der Tourist Info befand. Dort schwammen schon jede Menge Enten und Gänse auf dem Wasser. Also schmissen die Jungs die ersten Körner, und schon kam die Schar heran. Vor allem die Gänse hatten überhaupt keine Scheu und kamen direkt aus dem Wasser geflattert.
Wenig später saßen die Jungs mitten zwischen den Gänsen, die friedlich die Körner futterten. Die Jungs hatten ihren Spaß und kurze Zeit später war das ganze Futter aufgepickt. Also verließen wir das enttäuschte Geflügel und gingen am Bude Canal weiter.
Es ging über eine Promenade, an der sich mehrere Cafés und Restaurants befanden. Wir holten uns erst mal einen Cappuccino, und für die Jungs gab es ein Eis. So schlenderten wir bei schönstem Sonnenschein weiter am Kanal entlang, an dessen entgegengesetztem Ufer sich einige hübsche Villen und Cottages befanden.
An den Überresten des Bude Castles entlang ging es dann zum Strand. Hinter der Schleuse, die den Zugang vom Kanal zum Meer steuerte, gingen wir über die Fußgängerbrücke, die den kleinen River Neet überbrückte. Die Jungs zogen sofort die Schuhe aus und rannten zum kleinen Fluss, der sich durch den Sand schlängelte.
Es war Ebbe und die meisten Boote lagen im Sand des nun riesig wirkenden Strandes. Wir folgten dem Flusslauf ein wenig und gingen dann einmal quer über den Sandstrand zur anderen Seite. Hier befindet sich ein großes Seewasser Schwimmbecken. Auf dem Becken vor den Klippen konnte nicht nur geschwommen, sondern auch gepaddelt werden.
Wir blieben aber im Trockenen und gingen am Becken vorbei zu den bunten Bootshäuschen, die sich hier am Strand befanden. Dort verließen wir den Strand wieder und gingen zurück zur Tourist Info. Vom Strand ging es am River Neet entlang in den Ort. Den Fluss überquerten wir über die kleine Nanny Moore´s Bridge und kamen auf der anderen Seite des Bude Castles heraus. Hier war eine Veranstaltung und einige Tanzgruppen führten etwas vor. Wir schauten uns die Darbietungen eine Weile an und verließen den hübschen Küstenort dann wieder.
Clovelly
Wir fuhren weiter nach Norden und hielten im etwa 30 Kilometer entfernten Clovelly. Der malerische Fischerort ist noch bewohnt, wirkt aber wie ein Museumsdorf. Das liegt auch daran, dass man Eintritt zahlen muss, um den Ort zu besuchen. Im riesigen Besucherzentrum holten wir uns erst einmal Hot Dogs und eine leckere Cornish Pasty und aßen unser Mittagessen auf der Terrasse mit Blick auf das Meer.
Nach dem Essen machten wir uns dann auf den Weg runter zum Hafen. Ein Kopfsteinpflasterweg führt vom Besucherzentrum durch das schöne Dorf und endet unten an der Hafenmole. Am Mount Pleasant hatten wir schon mal einen schönen Blick auf das türkis schimmernde Meer und nach einigen Minuten blickten wir dann auf die Dächer des kleinen Ortes.
Wir folgten dem steilen Weg weiter und hatten nach der Queen Victoria Fountain die ersten Häuser erreicht. Als Transportmittel werden hier Holzschlitten benutzt, die mittlerweile richtige Furchen in die Stufen des Weges eingeschliffen hatten. Ab dem urigen New Inn Hotel fühlten wir uns dann wie vor einhundert Jahren.
Wir schlenderten an einer alten Kapelle vorbei und besuchten ein Fischerhaus aus den 1930er Jahren. Und überall links und rechts des Weges fanden sich gemütliche Ecken zum Einkehren und Verweilen. Eine wirklich wunderschöne, kleine Ortschaft.
Von den Cottage Tea Rooms konnten wir dann auch den ersten Blick auf die Hafenmole werfen. Wir gingen die Treppen hinunter zum Hafen und konnten von oben die Boote sehen, die im Hafenbecken auf dem Trockenen lagen. Wenig später waren wir dann am Red Lion Hotel angekommen, das direkt an der Hafenmole steht.
Scheinbar war heute ein Hafenfest, denn auf der Mole waren einige Stände aufgebaut und im Hafenbecken gab es sogar eine Kinderbelustigung. Ein Puppenspieler hatte sein Theater aufgebaut, und obwohl unsere Kinder eigentlich kein Englisch sprechen, wurde ordentlich gelacht.
Danach gingen wir an der Lifeboat Station vorbei zum Kieselstrand (die Kiesel waren teilweise schon fast Findlinge). Dort gibt es einen kleinen Wasserfall, den wir uns ansehen wollten. Ein kleiner Bach stürzt hier sehenswert die Klippen hinunter. Die Jungs wollten unbedingt direkt zum Wasserfall, also gingen wir näher und konnten sogar durch den Wasserfall hindurch gehen.
Dann gingen wir zurück zum Hafen und überlegten, ob wir den Landrover Service nach oben nutzen sollten. Also gingen wir zur kleinen Straße hinter dem Red Lion Hotel. Doch die Schlange und die 3,50£ pro Person ließen uns doch umdenken. Also zu Fuß den steilen Weg nach oben. Die Jungs waren, vorsichtig ausgedrückt, nicht begeistert. Also durften sie entscheiden, ob wir den Shuttle nehmen sollten, oder sie sich von dem Geld ein Souvenir kaufen wollten. Und so schnell war der Landrover Service kein Thema mehr 😉
Der nette Nebeneffekt war, dass wir somit auch die Shanty Gruppe mitbekamen, die auf dem Aussichtspunkt oben am Hafen ihre Seemannslieder zum Besten gaben. Wir hörten uns ein paar der meist bekannten Lieder an, dann machten wir uns auf den steilen Weg nach oben. Die Jungs mussten teilweise etwas motiviert werden, stapften aber wacker den Berg hinauf.
Im Souvenir Shop am Besucherzentrum gab es dann die versprochene Belohnung und um viertel vor 5 machten wir uns wieder auf den Weg. In Bridgewater legten wir einen Stopp zum Abendessen beim bekannten Burger Brater und um viertel vor 8 erreichten wir dann unsere Unterkunft in Wookey Hole. Ein tolles kleines Cottage. Hier konnten wir es die letzten Tage aushalten.