Tag 4 – Portland Castle und Crantock Beach
Mittwoch, 17.07.2024
Portland Castle
Nach dem Aufstehen packten wir wieder alles ins Auto und verließen Selsey um viertel nach 9. In Dorchester verließen wir die Autobahn und fuhren auf der A354 durch eine schöne Landschaft bis zur Südspitze der Grafschaft Dorset. Es ging durch Weymouth am netten Jachthafen vorbei zur Isle of Portland, einem Landzipfel im Ärmelkanal.
Hier befindet sich das Portland Castle, dem wir einen Besuch abstatten wollten. Das Portland Castle gehört auch zum English Heritage, somit hatten wir hier freien Eintritt. Nach zwei Stunden Fahrt erreichten wir den Parkplatz und gingen zum Eingang. Die Festung wurde im 16. Jahrhundert zum Schutz Englands errichtet.
Die Frau im Shop erzählte uns noch einige interessante Dinge, dann sahen wir uns die Festung an. Im Innenhof standen direkt ein paar alte Kanonen, die auf die Bucht gerichtet waren. In einem Nebengebäude konnte man sich dann sogar einige Kleidungsstücke von damals anziehen. Karin zog sich direkt um und konnte danach als holde Maid durchgehen 😉
Es ging weiter durch eine Nachbildung eines alten Vorratsraumes und wir kamen auf die mächtige Burgmauer. Unten standen einige große Kanonen, und oben von der Mauer hatten wir einen schönen Blick auf Weymouth und die Bucht. Nach einer Dreiviertelstunde hatten wir alles gesehen und gingen zurück zum Shop. Die Jungs durften sich (neben neuen Badges für das Schlüsselband) noch eine Kleinigkeit aussuchen, dann fuhren wir weiter.
Uns wurde noch ein Stopp am Leuchtturm empfohlen, also fuhren wir über die schmalen Straßen zur Südspitze von Dorset. Schon allein für die Fahrt lohnt sich der kleine Abstecher, auch wenn es plötzlich von hinten ein riesiges Theater gab. Toms Katapult, das er sich eben erst in Shop ausgesucht hatte, war kaputt gegangen. Also hielten wir nur für ein schnelles Foto am Leuchtturm, und fuhren zum Portland Castle zurück. Ohne Probleme konnten wir das Katapult umtauschen, und Tom war wieder glücklich.
Jamaica Inn
Über die B3157, die etwas an der Küste entlangführt, ging es dann wieder in Richtung A35, von der wir auf dem Hinweg abgebogen waren. Auf dem Weg zur Schnellstraße ging es durch kleine Dörfer mit einigen Engstellen durch die Hügel an Dorsets Küste. Irgendwann hatten wir die gut ausgebaute A35 dann wieder erreicht, und es ging deutlich zügiger voran.
Ursprünglich hatten wir geplant, an der Finch Foundry, einer wasserbetrieben Schmiede aus dem 19. Jahrhundert, zu halten. Doch wir wären erst kurz vor dem Ende der Öffnungszeit angekommen. Also fuhren wir weiter und hielten am Jamaica Inn. Das Gasthaus, das direkt an der A30 im dünn besiedelten Bodmin Moor liegt, soll ein ehemaliges Schmugglerquartier gewesen sein.
Heute ist das denkmalgeschützte Gebäude ein typischer Touristenort. Etwas dunkle Historie und viel Nippes und Souvenirs. Und wer möchte, kann hier auch essen und übernachten. Wir blieben eine halbe Stunde und machten uns dann um 17 Uhr wieder auf den Weg in den Südwesten Englands.
Crantock Beach
Eine Dreiviertelstunde später erreichten wir dann unser Ziel, den Prevella Holiday Park südlich von Newquay. Nach etwas Suchen hatten wir auch unser gebuchtes Mobile Home gefunden und packten erst mal alle Sachen aus dem Auto aus. Um 19 Uhr machten wir uns dann auf zum nahe gelegenen Crantock Beach.
Hier mündet der kleine River Gannel in die Nordsee und je nach Stand der Tide befindet sich hier ein riesiger Sandstrand. Eingebettet zwischen Klippen und Dünen schlängelt sich der kleine Fluss durch den Sand bis ans Meer. An den Felsen auf der anderen Flussseite waren einige Villen an die Klippen gebaut, auf der anderen Seite ein Meer aus Sand. Ein wirklich toller Ort.
Die Jungs liefen sofort mit ihren Keschern zum Fluss und versuchten, alles Mögliche aus dem Wasser zu fischen. Den Rückweg gingen wir dann nicht den direkten Weg vom Strand zum Parkplatz, sondern nahmen den Weg durch die Dünen. Eine Treppe führte von Strand die Felsen hinauf und oben führte ein Pfad zurück zum Parkplatz. Von hier oben bot sich ein herrlicher Blick auf die abendliche Bucht. Dann ging es durch die Dünen, bis wir den Parkplatz wieder erreichten. Gegen 20 Uhr ging es dann wieder zurück durch eine Allee aus blühenden Hortensien zu unserem schönen, geräumigen Mobile Home.