Tag 6 - St. Michaels Mount, Land's End und St. Yves

Tag 6 – St. Michaels Mount, Lands End und St. Yves

Freitag, 19.07.2024

 

St. Michaels Mount

Heute ließen wir uns etwas mehr Zeit und machten uns um viertel vor 10 auf den Weg in den Süden Cornwalls. Die Sonne der letzten Tage strahlte allerdings nicht mehr so ungebremst vom Himmel. Und je weiter wir nach Süden fuhren, umso mehr Wolken hingen am Himmel. Vor dem Kreisverkehr auf der A30 bei Penzance hatte sich ein längerer Stau gebildet, daher waren wir erst gegen 11 Uhr am Parkplatz des St. Michaels Mount. Der Short Term Parkplatz war schon komplett belegt, und selbst auf dem Langzeitparkplatz mussten wir bis weit nach hinten fahren, um einen Platz zu finden. Daher buchten wir schnell noch am Parkplatz per Handy unsere Tickets. Für 11:30 gab es schon keine Tickets mehr, also buchten wir schnell die letzten Tickets für 12 Uhr. Als INTO Mitglied (wir hatten vorab die Kulturerbe Bayern Mitgliedschaft abgeschlossen) war der Eintritt für uns kostenlos.

So hatten wir noch etwas Zeit und gingen erst einmal am Strand entlang. Die Jungs tapsten durchs seichte Wasser und suchten nach Krabben. Unter einem Stein hatten ein paar andere Kinder einen Krebs gefunden. Der versuchte sich aber so gut es ging unter dem Stein zu verstecken. Also gingen wir noch auf den Felsen, der bei aufkommender Flut als Bootsanleger genutzt wird.

Dann gingen wir schon zwanzig Minuten vor unserer Einlasszeit zu den Kontrolleuren am Fußweg zum Castle und bekamen unsere Eintrittschips. Also machten wir uns auf den Weg zum Castle. Je nach Gezeiten ist der St. Michaels Mount entweder zu Fuß über einen gepflasterten Weg erreichbar oder nur per Boot. Scheinbar wollten viele Menschen noch zu Fuß zum Felsen, bevor die Flut einsetzt, daher war der Weg auch sehr voll.

Nach kurzer Zeit hatten wir den Eingang zum Felsen erreicht und standen am kleinen Hafen. Wir gingen an den Häusern am Hafenbecken vorbei in Richtung Castle. An der Treppe, die zum Castle führt, mussten wir dann den ersten Chip abgeben, und die Kinder bekamen Rätselbögen, auf denen bei bestimmten Stationen die passenden Aufkleber aufgeklebt werden mussten. Das half natürlich, quengelnde Kinder zu vermeiden 😉

Nach wenigen Stufen kam auch schon der erste Aufkleber zum Einsatz, denn wir hatten das Giant‘s Heart gefunden. Ein Pflasterstein in Herzform im Weg zum Castle soll das Herz des Riesen sein, der hier gelebt haben soll. Es ging weiter den Berg hinauf, bis wir das Castle erreicht hatten.

Auf der unteren Ebene waren alte Kanonen an der Festungsmauer, die auf das Meer und die Bucht gerichtet waren. Neben dem Ausblick auf den Ärmelkanal konnte man von hier aus einen ersten Blick auf das auf dem Felsen thronende Schloss werfen. Ein herrlicher Ort, selbst bei diesem grauen Wetter. Weiter ging es die Treppen hinauf ins Schloss, wo weitere Rätsel für die Kinder warteten.

Zuerst ging es durch einige Zimmer des nicht bewohnten Teils des Schlosses. Dann ging es weiter zum schönen Innenhof. Von hier hatten wir einen herrlichen Blick auf die Umgebung, dem kleinen Hafen und den Ort Marazion, und auf den schönen Garten, der sich am Hang auf der Rückseite befand.

Scheinbar war der Fußweg schon etwas überflutet, trotzdem waren noch einige Leute auf dem Weg zum Schloss. Ob die alle noch mit trockenen Füßen angekommen sind?!?

Uns sollte es egal sein, und wir gingen wieder nach unten am kleinen Friedhof vorbei zum Hafen. Eigentlich hatten wir noch geplant, den Garten zu besuchen. Schließlich hatten wir die Tickets ja mitgebucht. Doch das Wetter schien sich nicht zum Besten zu wenden, also entschlossen wir zum kleinen Hafenbecken zu gehen und auf das nächste Boot zu warten. Von der Hafenmole konnten wir sehen, wie einige ganz Hartgesottene, nur in Badehose, den mittlerweile etwa einen Meter hoch überfluteten Fußweg zum Felsen entlanggingen. Nach einigen Minuten waren wir dann an der Reihe und fuhren mit einem der Besucherboote zurück zum Festland.

Zurück an Land mussten wir natürlich noch kurz zum überfluteten Weg gehen. Vor uns veranstaltete eine Familie scheinbar ein ganzes Fotoshooting, dann hatten wir freien Blick auf den Weg und die Insel. Wir gingen noch ein kleines Stück durch den Ort Marazion und suchten nach etwas essbarem. Auf dem Weg zum Parkplatz fanden wir dann einen Imbiss. Es gab wieder Fish & Chips, die wir auf dem Spielplatz am Strand aßen. Hier musste man zwar etwas auf die Möwen aufpassen, doch wir konnten alle Räuber erfolgreich abwehren.

 

Land’s End

Dann fing es an zu regnen und wir machten uns gegen viertel vor 3 auf den Weg zur Südwestspitze Englands. Auf dem Weg zu Land’s End wurde das Wetter nicht wirklich besser. Die Wolken wurden immer mehr zu einer Mischung aus Regen und Nebel. Am großen Parkplatz am Ende des englischen Festlandes überlegten wir, ob wir wirklich aussteigen sollten. Doch wo wir schon da waren, zahlten wir die 7,50£ Parkgebühr und gingen zur mittlerweile zum Themenpark verkommenen Landspitze.

Wir erkundeten die zahlreichen Souvenir Shops und die Jungs wären am liebsten auf große Shoppingtour gegangen. Dann gingen wir an einigen Attraktionen vorbei und mussten unbedingt an der Shaun das Schaf Experience halten. Wir konnten uns darauf einigen, den Shaun Souvenir Shop zu besuchen und die Kinder bekamen wieder große Augen. Land’s End ist mittlerweile zu einem Park für Kinder geworden, an dem man jede Menge Geld lassen kann.

Irgendwann bekamen wir die Kinder wieder nach Draußen und gingen zum berühmten Land’s End Sign. Mittlerweile kann man sich hier mit seiner persönlichen Nachricht fotografieren lassen. Natürlich gegen einen ordentlichen Obolus. Wir machten nur ein inoffizielles Foto aus der Ferne und versuchten, die Küstenlinie zu erkennen. Doch das war im Nebel nicht wirklich möglich, und vom vorgelagerten Leuchtturm hörte man nur das Nebelhorn. Normalerweise soll man hier einen tollen Ausblick haben und auch schöne Spaziergänge oder Wanderungen unternehmen können. Doch da das heute keinen Sinn hatte, machten wir uns um halb 5 wieder auf den Weg.

 

St. Yves

Auf dem Rückweg zu unserem Mobile Home machten wir noch einen Abstecher nach St. Yves, angeblich einer der schönsten Städte Cornwalls. Da wir direkt im Zentrum keinen freien Parkplatz fanden, parkten wir etwas oberhalb des Zentrums und gingen die vielen Treppen zurück in die Stadt. Und der Reiseführer hatte nicht zu viel versprochen. Das Zentrum mit seinen kleinen Gassen versprühte seinen eigenen Charme.

Wir gingen zum Hafen und die Jungs wollten unbedingt ein riesiges Eis mit bunten Streuseln von einem der Stände. Doch so gut wie es aussah schmeckte es dann nicht, und als die Möwen davon Wind bekamen, war die Begeisterung endgültig vorbei. Doch wir konnten auch nicht alles aufessen, also flog der Rest der Riesenwaffel notgedrungen in den Müll. Hätte uns eigentlich vorher klar sein müssen 😉

Außerdem konnte ein Eis ja auch kein Ersatz für ein Abendessen sein, also gab es noch kleine Pizzen und Sausage Rolls vom Bäcker. Dann gingen wir wieder an den Booten vorbei, die am St. Yves Harbour vor dem Strand im Wasser lagen, zurück in Richtung Auto. Nach einigen hübschen, kleinen Gassen erreichten wir dann wieder die scheinbar endlose Treppe, die bis zum Parkplatz führte. Um viertel nach 7 saßen wir dann im Auto und eine Dreiviertelstunde später erreichten wir unsere Unterkunft.

 

Gefahrene Kilometer: 150

Übernachtung: Mobile Home in Newquay für 716€ (für 4 Nächte, gebucht über Airbnb)

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