Tag 7 – Eden Project, Pendennis Castle und Falmouth
Samstag, 20.07.2024
Eden Project
Da für heute regnerisches Wetter angesagt war, entschieden wir uns, zum Eden Project zu fahren. Wir buchten Tickets zu 11:30, frühstückten in Ruhe und machten uns dann gegen 10:20 auf den Weg. Es war bereits einiges los und am Parkplatz standen wir erst mal im Stau. An den Kassen im Visitor Center standen die Leute auch Schlange, dann hatten wir es endlich geschafft. Wir verließen das Visitor Center und standen in den Outdoor Gardens mit Blick auf die gewaltigen Kuppeln.
Über einen zick-zack Weg gingen wir zum Eingang zu den verschiedenen Gärten, die sich unter den riesigen Kuppeln befinden. Auch hier war ordentlich was los und wir gingen erst mal in das Regenwald Biom. Hier war es natürlich ordentlich warm und wir bereuten es schnell, unsere Jacken nicht an der Garderobe abgegeben zu haben.
Ein Rundweg führt einmal komplett durch die vier aneinandergebauten Kuppeln des Regenwald Gartens und wir gingen nach und nach die einzelnen Regionen ab. Wir starteten bei den Südsee Inseln und passend zur Flora waren zur Region immer typische Dinge dargestellt.
Es ging weiter nach Südost Asien und Afrika und traten immer weiter in den Regenwald ein. Dann kamen wir zu einigen Stegen, über die wir natürlich auch gingen. Von hier oben hatte man einen schönen Blick über diesen Teil des Regenwaldes. Danach ging es über eine bewachsene Hängebrücke, und wir fühlten uns endgültig wie im echten Regenwald. Nur die Hexagone der Kuppel und die Menschenmassen ließen einen daran denken, dass man sich in einem riesigen Gewächshaus befand.
Dann erreichten wir Zentral- und Südamerika und standen vor einem Wasserfall, der etwas Abkühlung in die schwüle Luft brachte. Wenig später waren wir dann wieder am Verbindungsgebäude. Passend zur Mittagszeit suchten wir uns in einem Café etwas zu essen. Wir hatten ja noch gar keine Cornish Pasty probiert, also gab es die hier typische, gefüllte Teigtasche. Und was soll ich sagen, gar nicht mal schlecht.
Satt und zufrieden gingen wir dann in den mediterranen Bereich. Die Kuppeln sind zwar nicht ganz so groß, wie die des Regenwaldes, aber immer noch gewaltig. Und wir fühlten uns direkt wie im Urlaub am Mittelmeer. Und selbst das passende Café mit Sitzmöglichkeiten gab es.
Wir verließen das Mittelmeer und kamen dann in die trockeneren Regionen von Kalifornien und Südafrika, wo neben Palmen und Kakteen noch weitere regionale Pflanzen zu finden waren. Selbst die typische Aborigine Kunst mit den markanten Strichen und Punkten war im Australischen Bereich zu finden.
Dann verließen wir die grandiosen Biome und gingen ins „Core“ Gebäude. In der Mitte stand eine riesige Skulptur, die aus verschiedenen Löchern Rauchkringel pustete. Nicht nur für unsere Kinder faszinierend. Und ein lustiges Bild, wie eine Horde Kinder nach den Kringeln jagt.
Wir schauten einmal durch die Ausstellung und gingen dann zum Spielplatz hinter dem Gebäude. Die Jungs durften sich noch etwas austoben, dann verließen wir diesen tollen Ort gegen 15 Uhr.
Pendennis Castle
Es ging aber nicht direkt zurück nach Newquay, sondern wir machten einen Abstecher nach Falmouth. Die Jungs hatten sich beschwert, dass es die letzten Tage gar keine neuen Batches für das Schlüsselband gab. Also steuerten wir das Pendennis Castle an.
Das Fort befindet sich auf einer Landspitze in Falmouth und sollte die Einfahrt zur Bucht bewachen. Wir gingen durch das Burgtor und standen auf einer weiten Fläche, auf der sich einige Gebäude befanden. Auf den ersten Blick wirkte das Anwesen eher wie ein Herrenhaus, doch im hinteren Teil befanden sich dann einige alte Wehranlagen, die wir uns anschauten.
Es ging durch die alten Räume und hoch auf das Dach des Wehrturmes. Von hier hatten wir einen schönen Ausblick auf Falmouth, den Ärmelkanal und die zu bewachende Bucht. Außerdem waren hier Kanonen und Geschütze aus verschiedenen Epochen zu sehen. Im Inneren standen noch einige Kanonen, und an einer Kanone wurde veranschaulicht, wie diese gestopft und abgefeuert werden musste.
Dann gingen wir weiter durch einige alte Tunnel zur Half Moon Battery. Dieser Geschützstand wurde bereits im 18. Jahrhundert gebaut, die Geschütze aber scheinbar in allen Kriegen erneuert, wie eindrucksvoll zu sehen war. Wir gingen wieder zurück und kamen dabei an einem Schuppen vorbei, in dem verschiedenen Kanonen aus allen möglichen Epochen ausgestellt waren.
Falmouth
Gegen 17 Uhr gingen wir zurück zum Ausgang und fuhren in die Innenstadt von Falmouth. Wir parkten in der Nähe des Maritime Museum und schauten uns die Hafenstadt an. Direkt am Parkplatz befand sich ein großer Platz und dahinter der Jachthafen. So weit es ging, gingen wir am Wasser entlang, doch nach einigen Metern mussten wir dann wieder auf die Straße ausweichen.
Wir gingen durch die bunt beflaggten Gassen und suchten nach einer Gelegenheit zum Abendessen. Fish & Chips sollte es heute nicht schon wieder sein (zumindest war das die Meinung der anderen), also suchten wir weiter.
Auf dem Weg zum Auto kamen wir dann am Fives Cyderhouse vorbei. Scheinbar wurde das Lokal eher für seine Getränke besucht, aber das Pub-ähnliche Ambiente zog uns an, und wir bestellten eine Rutsche Pizza. Die Jungs waren zufrieden und die erste Hen-Party erreichte das Lokal. Die ersten Frauen fielen bereits von den Barhockern, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.
Holywell Bay
Irgendwann waren wir satt und machten uns dann auf den Rückweg. Doch einen kleinen Abstecher legten wir noch ein. Kurz vor unserem Mobile Home lag die Holywell Bay, der wir noch einen Besuch abstatteten. Wir parkten auf dem kleinen Parkplatz an der Beach Bar und gingen durch die Dünen zum Strand.
Am Ende des Strandes gibt es auch einige sehenswerte Höhlen. Doch es herrschte Flut, also waren die Höhlen für uns nicht erreichbar. Aber der Strand alleine war den Besuch auch schon wert. In der Ferne schauten die letzten Sonnenstrahlen unter den Wolken hinweg über den Horizont und gaben ein tolles Bild ab. Die Felsen im Wasser taten den Rest zu diesem Postkartenmotiv.
Wir blieben eine Weile, dann zog Nebel vom Meer her auf. Da es spürbar kälter wurde und der Nebel auch recht schnell an den Strand zog, gingen wir wieder zurück zum Auto. Um viertel vor 9 verließen wir die Holywell Bay dann wieder und 10 Minuten später erreichten wir schon unser Mobile Home.