Tag 5 - Tintagel Castle, Bedruthan Steps und Trevose Headland

Tag 5 – Tintagel Castle, Bedruthan Steps und Trevose Headland

Donnerstag, 18.07.2024

 

Tintagel Castle

Nach dem Frühstück starteten wir bereits um kurz nach 9 zu unserem heutigen Ausflug. Wir wollten vor den Bussen an unserem ersten Ziel sein, denn es handelte sich um eines der touristischen Highlights Cornwalls. Durch teilweise enge Straßen, auf denen zwischen den riesigen Hecken kaum zwei Autos nebeneinander herkamen, ging es in den Ort Tintagel. Hier thronte einst die Festung Tintagel Castle auf einem Felsen vor der Küste, nur durch eine schmale Landzunge mit dem Festland verbunden.

Von der Festung ist zwar nicht mehr viel über, dennoch sind die Überreste stark besucht. Das liegt zum einen an der atemberaubenden Kulisse, den der Felsen abgibt, und zum anderen an König Arthus. Denn auf dieser Burg soll Arthus geboren worden sein.

Das Tintagel Castle gehört auch zum English Heritage und war in unserer Mitgliedschaft enthalten. Vorsichtshalber hatten wir aber einen Zeitslot reserviert, da es hier im Sommer voll werden kann. Schnell erhielten wir unsere Tickets und gingen den Weg von Tintagel hinunter zum vorgelagerten Felsen. Auf halbem Weg hatte man die Möglichkeit weiter nach unten in Richtung Strand zu gehen, oder einen Abzweig hoch zum Eingang der Burgruine zu gehen.

Wir gingen hoch und standen wenig später am Eingang. Bis vor ein paar Jahren musste man noch über viele Treppenstufen die Klippen erst hinunter, und dann wieder hoch zum Felsen gehen. Doch seit 2018 gibt es eine zweigeteilte Fußgängerbrücke, die zum Felsen führt. Wir standen auf dem Plateau vor der Brücke, und vor uns ergab sich ein fantastischer Blick auf den Burgfelsen und die Bucht daneben. Kein Wunder, dass hier so viele Menschen hin wollen…

Dann gingen wir über die Brücke auf die andere Seite. In der Mitte der Brücke klaffte ein kleiner Spalt, denn die Brücke geht nicht in eins durch, sondern besteht aus zwei Teilen. Ein etwas seltsames Gefühl, aber wir vertrauten den Ingenieuren und kamen sicher auf die andere Seite.

Kurz hinter der Brücke befand sich ein Rest einer alten Burgmauer und wir gingen durch das Tor, das sich in der Mauer befand. Der kleine Weg ging immer weiter den Felsen hinauf und von hier hatten wir eine grandiose Aussicht auf die Klippen des Westküste Cornwalls. Das Wasser schimmerte teilweise Türkis vor den mit Gras bewachsenen Klippen. Rosamunde Pilcher Idylle pur.

Am Weg befanden sich immer wieder Überreste alter Burgmauern und am hinteren Ende des Felsens stand eine Statue von König Arthus, die von den meisten Besuchern natürlich fleißig fotografiert wurde. Von dort gingen wir dann wieder hinunter zur Brücke. Doch auf dem Rückweg bogen wir kurz vor der Brücke ab durch das alte Burgtor und gingen die Treppenstufen des ursprünglichen Weges hinunter.

 

Merlins Cave und Tintagel Haven Beach

Wir wollten eh hinunter zum Strand, also bot sich dieser Weg an. Es ging unter der neuen Brücke hindurch, bis wir die Abzweigung zum Strand erreichten. Von hier führten weitere Treppen nach unten. Unten angekommen, standen wir an einer wunderschönen, kleinen Bucht. Eingerahmt vom Felsen, auf dem das Tintagel Castle thront und einem Wasserfall auf der anderen Seite.

Zuerst gingen wir zum Burgfelsen, denn hier befindet sich eine Höhle. Der Überlieferung nach, soll der Zauberer Merlin in dieser Höhle gewohnt haben. Daher auch der Name der Höhle: Merlins Cave. Wir gingen so weit es trockenen Fußes möglich war in die Höhle, die sich scheinbar bis zur anderen Seite des Felsens erstreckt. Dann drehten wir um und gingen zurück zum Strand. An der Höhle befindet sich auch der Kopf Merlins, wir konnten die Skulptur aber nicht finden.

Die Jungs kletterten über die Steine im Wasser, dann gingen wir weiter zum kleinen Wasserfall. An der Felswand hatte sich bereits ein grüner Moosbelag gebildet, was den Wasserfall noch uriger machte. Über einige Felsen konnte man direkt zum Wasserfall klettern. Von dort bot sich ein wunderschöner Blick auf den Wasserfall und die Brücken zum Tintagel Castle. Und daneben die Bucht mit dem Türkisfarbenen Meer, einer dieser Orte, an denen man eine Ewigkeit bleiben kann.

 

Tintagel

Doch irgendwann gingen wir die Treppen dann wieder hinauf. Am Café über dem Strand wollten die Jungs noch ein Eis haben, doch scheinbar war nicht das richtige Eis dabei und enttäuscht ging es den steilen Weg wieder hoch in den Ort. Hier befindet sich das Tintagel Old Post Office. Das alte Herrenhaus mit seinem windschiefen Schieferdach ist das Highlight des kleinen Ortes.

Wir schauten uns das pittoreske Gebäude aber nur von außen an und suchten lieber nach etwas essbarem. Ein Fish & Chips Laden erregte unsere Aufmerksamkeit und wir holten uns dort etwas zu essen. Dann setzten wir uns auf eine Bank in die Sonne und ließen es uns schmecken. Danach gingen wir zurück zum Parkplatz und verließen Tintagel um viertel vor 2.

 

Bedruthan Steps

Wir machten uns auf den Rückweg und bogen nach einer Weile wieder an die Küste ab. Nach einer Dreiviertelstunde hatten wir dann den Parkplatz an den Bedruthan Steps erreicht. Der Parkplatz wurde vom National Trust verwaltet und wir fragten den Ranger, ob wir kostenlos parken durften, da wir eine Kulturerbe Bayern Karte hatten, und somit Zugang zu INTO Stätten hatten, zu denen der National Trust England auch zählt. Der Ranger ließ uns kostenlos parken und gab uns noch Tipps für schöne Strände in der Gegend.

Dann gingen wir den Weg an den Klippen entlang zum Aussichtspunkt an den Bedruthan Steps. Schon vom Weg aus bot sich immer wieder ein herrlicher Blick auf die Küste und die Keltische See. Recht schnell hatten wir den Aussichtspunkt erreicht. Von hier hatten wir eine tolle Sicht auf die Felsen vor der Küste, die sich im Türkisblauen Wasser verteilten. Früher konnte man hier noch über eine Treppe zum Strand gegen, doch seitdem es hier Felsabbrüche gab, ist die Treppe gesperrt. Doch auch ohne Zugang zum Strand lohnte der kleine Abstecher.

 

Trevose Headland

Wir verließen die Bedruthan Steps wieder und steuerten den Tipp an, den uns der Ranger gab. Wir fuhren wieder ein paar Kilometer nach Norden und erreichten über einige schmale Straßen den Bobby‘s Bay Parkplatz. Der Parkplatz wird auch vom National Trust verwaltet, doch hier konnten wir nicht frei parken. Scheinbar berechtigt die Naturerbe Bayern Karte nur für Eintritte, aber nicht für die Parkplätze des National Trust England.

Also zahlten wir am Automaten und gingen dann zur Küste. Wir erreichten die Bobby’s Bay, eine kleine Felsenbucht und die Jungs kletterten über die Felsen am Wasser, sammelten Steine und hatten ihren Spaß. Dann gingen wir die teilweise recht glitschigen Felsen wieder hinauf zum Weg und gingen weiter zur Constantine Bay. Hinter einem Felsen tat sich dann der lange Sandstrand auf und wir suchten uns einen passenden Platz.

Karin blieb auf dem Handtuch, und ich ging mit den Jungs ins recht kühle Meer. Tom hielt es auch nicht lange im Wasser aus, doch Julian wollte erst gar nicht mehr raus. Irgendwann wurde es dann aber doch kalt und wir gingen zu den anderen an den Strand. Nach einer Weile gingen wir dann zurück zum Auto und fuhren weiter zum Parkplatz am Trevose Head.

Tom wollte unbedingt den Leuchtturm sehen, also ging ich mit ihm den kurzen Weg bis zum Trevose Head Lighthouse. Tom war glücklich, und wir konnten uns beruhigt auf den Rückweg zu unserem Mobile Home machen. Unterwegs legten wir noch einen Halt beim Discounter Morrisons ein und kauften etwas Lebensmittel und Bier für die nächsten Tage ein. Gegen 20 Uhr waren wir dann an unsere Unterkunft und ließen den Tag mit einer Pizza und einem Bier auf der Terrasse ausklingen.

 

Gefahrene Kilometer: 148

Übernachtung: Mobile Home in Newquay für 716€ (für 4 Nächte, gebucht über Airbnb)

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