Tag 3 – Portsmouth und Brighton
Dienstag, 16.07.2024
Portsmouth - Hafen
Nach dem Frühstück starteten wir um halb 10 in Richtung Portsmouth. Wir hatten noch einige alte Pfund Scheine, die wir im Post Office tauschten, dann fuhren wir weiter zum Hafen und stellten unser Auto in einem Parkhaus ab. Wir gingen ans Hafenbecken, wo das Museumsschiff HMS Warrior lag, das erste seetaugliche Panzerschiff.
Von dort aus gingen wir einmal um den Bahnhof herum zur neuen Shoppingmeile Gunwharf Quays. Das alte Hafengelände wurde in ein modernes Shopping Center umgebaut und lädt nun zu einem kleinen Bummel ein. Wir wollten aber nicht shoppen, sondern gingen einmal hindurch bis ans Wasser. Denn hier befindet sich das wohl markanteste Gebäude Portsmouths, der Spinnaker Tower. Der 170m hohe Aussichtsturm ist in der Form eines Spinnakers gebaut, daher auch der Name.
Wer möchte, kann auf die ca. 100 Meter hoch gelegenen Aussichtsplattformen fahren, eine davon sogar mit einem Glasboden. Doch wir gingen lieber weiter am Hafen entlang. Neben den Gunwarf Quays befindet sich den Vernon Creek. Dieses alte Hafenbecken wurde erneuert und es finden sich überall entlang des Beckens Kunstinstallationen. Wir überquerten das Becken über die Brücke und gingen erst mal in Richtung Fähranleger, an dem die großen Autofähren zur Isle of Wight ablegen.
Doch dort hätten wir einmal um den gesamten Fähranleger laufen müssen, also drehten wir wieder um und schauten uns den Vernon Creek an. Die Jungs rasten mit ihren Rollern umher und schauten sich die kleinen Wasserkaskaden an. Wir schlenderten am alten Hafenkran vorbei und erkundeten die Kunstwerke und alten Kriegswaffen, die hier stehen. Am Ende angekommen, kam ein Haribo Shop in Sicht, den wir natürlich aufsuchen mussten. Doch zum Glück hielt sich der Einkauf in Grenzen und wir gingen wieder zurück zum Auto.
Portsmouth – Clarence Pier
Dann fuhren wir ein paar Kilometer weiter zum Clarence Pier. Hier befindet sich ein großer Jahrmarkt mit einigen Fahrgeschäften, aber vor allem riesigen Spielhallen. Wir ließen den Pier aber erst mal links liegen, sondern gingen zum Strand daneben. Denn von hier starten die Hovercraft Schiffe zur Isle of Wight. Der Landebereich ist zwar abgezäunt, der Strand direkt daneben ist aber frei zugänglich.
Also warteten wir am Strand, bis das nächste Schiff kam. Die Jungs hatten eh ihren Spaß am Strand und suchten wieder Steine oder ließen Drachen fliegen. Dann kam irgendwann das Hovercraft Schiff in Sicht und näherte sich dem Strand. Mit ordentlichem Getöse rauschte das Schiff an Land und wirbelte eine Menge Sand und Wasser in Richtung Strand.
Nach ein paar Minuten starteten die riesigen Propeller dann wieder und die Fähre steuerte mit neuen Passagieren die Isle of Wight an. Wir schauten uns noch die Abfahrt an, dann gingen wir zum Clarence Pier. Es war mittlerweile Mittag und wir hatten Hunger. Es gab Fish & Chips in einem Imbiss, doch die Jungs hatten nur Augen für die ganzen Spielautomaten, die sich ebenfalls in dem Gebäude befanden. Vor allem die Münzschieber hatten es den Jungs angetan. Zum Essen blieb fast keine Zeit, denn immer wieder fiel eine 2 Pence Münze in den Geldausgabeschacht und wurde direkt von den Jungs eingesammelt. Glücklicherweise standen natürlich überall Münzbecher, denn so langsam konnte die Anzahl der Münzen in den kleinen Kinderhänden nicht mehr gehalten werden.
Doch nur sammeln, war ja langweilig. Also wurde auch versucht, die Münzen passend in die Automaten zu stecken, um den Nippes abzusahnen, der neben den Münzen in den Automaten lag. Das gelang natürlich nur mit mäßigem Erfolg. Also zogen wir unsere spielsüchtigen Kinder aus der Automatenhalle und sahen zu, dass wir weg kamen.
Brighton – West Pier
Gegen 14:30 verließen wir Portsmouth dann und fuhren in das berühmte Seebad Brighton. Erst hatten wir geplant, an der Brighton Marina zu parken und mit der Volks Electric Railway, der ältesten elektrischen Bahn Großbritanniens, zum Brighton Palace Pier zu fahren. Doch es war schon recht spät, darum suchten wir einen Parkplatz in der Nähe des Piers. Doch 15 £ waren uns zu teuer, also fuhren wir zu einem Parkhaus in der Nähe.
Wir gingen zum Strand und kamen zur modernen Aussichtsplattform I360. Wir gingen aber noch ein kleines Stück weiter am Strand entlang und kamen zum alten Pier. Der Brighton West Pier wurde 1866 gebaut und ist nach zwei Bränden und mehreren Sturmschäden nur noch eine Ruine. Doch genau das macht den alten Pier zu einer Attraktion. Denn nur noch ein paar Stelen und das Stahlgerippe stehen noch in der Nordsee vor Brighton. Natürlich ein tolles Fotomotiv.
Brighton – Palace Pier
Dann drehten wir wieder um und gingen an der Strandpromenade entlang zum Palace Pier. Auf dem Weg kamen wir an bunten Strandhütten, Cafés und Bars vorbei, die sich teilweise in alten Lagerstätten in der Kaimauer befanden. Nach einer Weile kamen wir dann am Pier an und gingen zur Mole neben dem Pier. Die Jungs wollten ein kleines Picknick, doch Essen war hier keine gute Idee. Denn die Möwen hatten es auf alles Essbare abgesehen und griffen rigoros an. Also packten wir alles schnell wieder in den Rucksack und gingen zum Pier.
Für 1 £ pro Person konnten wir den Pier betreten. Zwar ist hier alles etwas in die Jahre gekommen, man fühlt sich aber wirklich in einem mondänen Seebad. Und ganz hübsch ist der Pier trotzdem noch. Natürlich wimmelte es in den Gebäuden auch wieder von Spielautomaten. Die Jungs wurden wieder angelockt, wie die Fliegen vom Licht, doch wir nahmen den Weg außen am ersten Gebäude vorbei.
Hier mussten wir allerdings etwas aufpassen, denn die Wellen brachen sich an der Mole nebenan. Und zwar so heftig, dass die Leute an der Spitze der Mole regelmäßig einen gewaltigen Schwung Meerwasser abbekamen. Und zwischendurch wurde man sogar auf dem Pier nass. Doch wir kamen trocken vorbei und gingen weiter den Pier entlang.
Am Ende befand sich ein Rummelplatz mit Achterbahnen, Wildwasserbahn, Gruselkabinett und weiteren Fahrgeschäften. Außerdem befand sich eine Indoor-Spielhalle in dem Gebäude am Ende. Das verschwiegen wir den Jungs aber und genossen lieber den Ausblick auf Brighton in der Abendsonne. Dann gingen wir wieder zurück und die Kinder durften zumindest noch kurz zu den Spielautomaten.
Dann verließen wir den Pier wieder und gingen an der Promenade zurück. Eigentlich wollten wir uns noch den berühmten Royal Pavilion ansehen, doch es war mittlerweile schon recht spät und die Jungs hatten eh keine Lust mehr zu laufen. So gingen wir direkt zurück zum Parkhaus und verließen das Seebad gegen 19 Uhr wieder. Den Rückweg nutzten wir dann noch für einen Großeinkauf bei Tesco, und um 21 Uhr waren wir dann wieder zurück an unserem Ferienhaus.