Tag 2 - Hastings, Pevensey Castle und Seven Sisters

Tag 2 – Hastings, Pevensey Castle und Seven Sisters

Montag, 15.07.2024

 

Fährüberfahrt

Um 8 Uhr verließen wir das Hotel und fuhren zum Fähranleger nach Dünkirchen. Nach 20 Minuten hatten wir den Check-In Point von DFDS erreicht und ließen die erste Passkontrolle über uns ergehen. Nach insgesamt 20 Minuten mit weiteren kurzen Pass- und Kofferraumkontrollen standen wir schon in unserer Reihe am Anleger.

Sogar die ersten England Fans hatten es scheinbar von Berlin bis hierher geschafft und warteten mit uns bei schönstem Sonnenschein, endlich aufs Schiff fahren zu können. Um 9:30 war es dann so weit und die Autoschlangen setzten sich in Bewegung.

Wir verließen das Autodeck und schauten uns das Ablegemanöver vom Außendeck aus an. Danach gab es dann erst einmal einen Kaffee auf der Fähre. An Bord gab es kleine Tüten mit Spielen für die Kinder, also besorgten wir uns auch welche. So vergingen die zwei Stunden schnell und schon bald kamen die weißen Klippen von Dover in Sicht. Wir gingen wieder aufs Außendeck und ließen die von der Sonne weiß strahlenden Klippen auf uns wirken. England bereitete uns einen würdigen Empfang.

 

Hastings

Dann ging es zum Auto und recht schnell verließen wir die Fähre. Auch die Einreise ins Vereinigte Königreich ging zügig. Schnell durch die Passkontrolle, und schon waren wir in England. Mittlerweile war es ja bereits Mittag und der Hunger meldete sich. Also statteten wir dem Goldenen M bei Ashford einen Besuch ab.

Gegen 14 Uhr erreichten wir dann die Hafenstadt Hastings, die im 11. Jahrhundert zum Städteverbund Cinque Ports gehörte, und somit wichtiger Stützpunkt für die Verteidigung des englischen Königreichs war. Wir parkten auf dem großen Parkplatz direkt am Strand und die Jungs liefen direkt den Kieselstrand hinunter ans Wasser.

Von dort gingen wir am Strand entlang zum kleinen Vergnügungspark, der sich neben dem Parkplatz befand. Entweder hatte der Park die besten Zeiten erlebt, oder es war scheinbar noch keine Hauptsaison, denn vieles war geschlossen. Lediglich die Mini-Eisenbahn, die einmal quer über das Hafenareal fuhr, tuckerte vor sich hin. Tom wäre am liebsten direkt eingestiegen, allerding kam uns die Bahn entgegen, als wir schon mitten zwischen den Stationen waren.

Also gingen wir zur Lifeboat Station. Hier befand sich ein kleiner Souvenir Shop, außerdem konnte man sich das hier stationierte Rettungsboot aus der Nähe ansehen. Über eine Treppe konnte man auf ein Podest gehen und war so auf Höhe des Bootes. Davor zeigten einige Tafeln allerlei Infos zum Rettungsboot. Ein netter kleinen Einblick, auch für die Jungs.

Danach gingen wir weiter zu den schwarzen Fischerhütten. Dahinter war die East Hill Cliff Railway zu sehen, die vom Hafen die steile Klippe nach oben führt. Allerdings war die Bahn scheinbar geschlossen, denn die Wagen parkten auf halber Strecke. Wir hatten aber eh nicht vor, mit der Bahn zu fahren, gingen noch etwas weiter und drehten kurz vor der Talstation wieder um. Es ging wieder zurück zum Parkplatz, an einer scheinbar recht neuen Adventure Golf Anlage herum. Julian leuchteten die Augen und wir bekamen ihn nur mit Mühe an der Anlage vorbei.

 

Pevensey Castle

Um viertel nach 3 verließen wir Hastings dann wieder und fuhren weiter in Richtung Westen. Nach einer halben Stunde erreichten wir das Pevensey Castle und stellten unser Auto auf dem Parkplatz ab. Wir hatten im Vorfeld ja eh eine Jahresmitgliedschaft des English Heritage abgeschlossen. Somit war der Eintritt in das Pevensey Castle Kostenlos.

Wir gingen durch das Tor der alten Außenmauer und warfen einen ersten Blick auf die alte Burgruine. Der Weg führte über eine Wiese entlang der dicken Mauern und des alten Burggrabens bis zur Brücke am Eingang. An den Überresten eines alten Turmes vorbei, gelangten wir so ins Innere des Pevensey Castles.

Wir hatten zwar nur unsere vorläufigen Mitgliedsausweise dabei (die richtigen werden wohl nicht in andere Länder verschickt), kamen damit aber ohne Probleme ins Schloss und bekamen sogar eine Tüte für Neumitglieder, in der u.a. ein Heft mit allen English Heritage Stätten war und ein Autoaufkleber, der an den diesen Stätten freies Parken ermöglichte. Die Jungs bekamen noch ein Kinderrätsel, das gelöst werden musste, um eine Überraschung zu erhalten. Dadurch erfuhren wir auch noch etwas mehr über die Burg.

Wir gingen über den Rasen des Innenhofs, der von der alten Burgmauer umgeben war und erforschten die alten Keller und Gewölbe. In der Mitte lag noch ein Haufen voller Kanonenkugeln und an einer anderen Stelle stand noch eine Kanone. Außerdem konnte man noch auf eine Aussichtsplattform an einer der Außenmauern steigen und wir schauten durch das Gitter des Gefängnislochs, aus dem es keinen Ausgang gab. Insgesamt hielten sich die Entdeckungen im Inneren des Castles in Grenzen, doch die Burgruine macht schon einen gewaltigen Eindruck, und schon alleine dafür lohnt sich ein kleiner Abstecher. Zurück am Eingang bekamen die Jungs dann als Überraschung ein Schlüsselband und durften sich ein Batch aussuchen, das an dem Band befestigt werden konnte. Für English Heritage Mitglieder gab es das dann an jeder Einrichtung. Somit hatten wir immer ein Ass im Ärmel, wenn wir uns eine Burg ansehen wollten 😉

 

Seven Sisters

Gegen 17 Uhr schloss das Pevensey Castle und wir machten uns auf den Weg zu den berühmten Kreidefelsen „Seven Sisters“ an der Küste. Auf dem Weg zu den Felsen hielten wir noch kurz am Beachy Head. Von hier hat man einen schönen Ausblick auf Eastbourne und die Nordsee.

Ein paar Kilometer weiter erreichten wir dann Birling Gap und hielten an. Hier führt eine Treppe an der steilen Felskante hinunter auf den Strand. Zuerst genossen wir aber von oben den Blick auf die Kreidefelsen der Seven Sisters. Dann stiegen wir die Stufen hinunter zum Kieselstrand. Die Jungs sammelten eifrig Steine und wir genossen einfach nur das Rauschen der Brandung und die Steilen Felsen an der Küstenline. Ein herrlicher Ort für einen Zwischenstopp.

Nach einer Dreiviertelstunde verließen wir Birling Gap dann wieder und machten uns auf den Weg zu unserer Ferienhütte. Immerhin hatten wir noch ungefähr 100 Kilometer Fahrt vor uns. Und die vergingen nicht so schnell wie gedacht, denn ein Platzregen rauschte über uns hinweg, so dass sich die Geschwindigkeit teilweise stark in Grenzen hielt. An einer Stelle hatte sich sogar ein kleiner See auf der Straße gebildet, doch glücklicherweise kamen wir ohne Wasserschaden hindurch. Wir kauften noch das Nötigste im Coop ein, dann erreichten wir gegen 20:15 unsere Hütte in Selsey.

 

Gefahrene Kilometer: 236

Übernachtung: Chalet in Selsey für 309€ (für 2 Nächte, gebucht über Airbnb)

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