Tag 11 - Stonehenge und Dover Castle

Tag 11 – Stonehenge und Dover Castle

Mittwoch, 24.07.2024

 

Stonehenge

Bereits um 7 klingelte der Wecker, denn wir mussten noch alles ins Auto packen und uns dann passend auf den Weg machen. Denn unser erstes Ziel war eines der Top Sehenswürdigkeiten in Großbritannien, das berühmte Stonehenge. Da wir hier ein hohes Besucheraufkommen erwarteten, hatten wir hier einen Zeitslot vorab reserviert. Der Eintritt war mit English Heritage Pass frei.

Um viertel nach 10 erreichten wir den schon gut gefüllten Parkplatz und stellten uns in die Schlange am Eingang. Dann waren wir endlich im Besucherzentrum, ließen das aber erst mal links liegen und gingen direkt zu den Shuttle Bussen, bevor es am Steinkreis noch voller werden würde.

Wir erwischten direkt den ersten Bus und nach ein paar Minuten erreichten wir Stonehenge. Hier war schon einiges los, und außerdem war Sky mit einer ganzen Armada vertreten und produzierte die Sendung Nature Artist. Früher konnte man hier noch zwischen den gewaltigen Steinblöcken herlaufen, mittlerweile gibt es aber einen festen Weg. Näher darf man nicht an der Steinkreis heran.

Und am Beginn des Weges, der dort recht nah an den Megalithen verläuft, war ein ordentliches Gedränge. Natürlich suchten wir uns auch einen Platz an der Absperrung, um auch ein paar schöne Fotos zu bekommen. Doch die mystische Stimmung, die der Steinkreis auslöst, gab es hier nicht. Hier war eher Massenabfertigung angesagt.

Dennoch geben die gewaltigen, übereinandergestapelten Felsen ein tolles Bild ab. Auch wenn nicht mehr alle Steine stehen, kann man erahnen, was für ein monumentales Bauwerk es damals gewesen sein muss. Nicht umsonst übt Stonehenge noch heute so eine Anziehungskraft aus.

Wir gingen weiter und immer wieder tat sich eine neue Perspektive auf die Megalithen. Sogar die Zacken, die die oberen Steine in Nut und Feder Bauweise hielten, waren zu erkennen. Ein wirklich toller Ort und auch trotz der Massenabfertigung einen Besuch wert.

Je weiter der Rundweg ging, umso weniger Menschen standen auf einem Fleck und man konnte das Megalith Bauwerk dann auch endlich richtig auf sich wirken lassen. Irgendwann hatten wir den Steinkreis dann einmal umrundet und stellten uns in die Schlange zum Shuttlebus. Man hätte auch laufen können, der Weg war aber wenig spektakulär, also warteten wir lieber ein paar Busse ab, bis wir endlich an der Reihe waren. Im Visitor Center angekommen, gingen wir natürlich noch durch den Shop und die Jungs durften sich ein Andenken aussuchen. Aber selbst hier hieß es an der Kasse ordentlich Schlange stehen.

 

Dover Castle

Die Exhibition ließen wir aus, da wir noch eine ordentliche Fahrstrecke vor uns hatten, und machten uns um halb 1 auf den Weg. Es ging an den staugeplagten Autobahnen rund um London vorbei, bis wir endlich die M20 nach Dover erreichten. Hier ging es dann wieder schneller voran, daher entschlossen wir uns, noch das Dover Castle zu besichtigen. Der Eintritt war ja eh im English Heritage Pass enthalten.

Um 16 Uhr erreichten wir das Dover Castle und parkten mitten in der Festung am kleinen Besucherzentrum. Dort wurde uns mit Kindern die Tour durch das unterirdische Krankenhaus empfohlen. Also gingen wir zum Eingang und hatten Glück, denn die Tour startete gerade und wir konnten uns noch anschließen. Hier wurde ein typischer Tag im Krieg nachgebildet, inclusive Bombenalarm und Stromausfall. Sehr gut gemacht, aber auch sehr beklemmend und somit nicht unbedingt für alle Kinder geeignet. Unsere Jungs fanden es nicht gut und waren froh, als wir wieder draußen waren.

Von dort gingen wir dann zur Aussichtsplattform an der ehemaligen Kommandozentrale. Man konnte einen Blick in die Kommandozentrale aus dem zweiten Weltkrieg werfen und bekam eine Vorstellung, wie es hier ablief. Von der Terrasse hatten wir dann einen schönen Blick auf den Ärmelkanal, den großen Fährhafen mit den weißen Klippen und die Stadt Dover.

Dann gingen wir zum Herzen der Festung, zum Great Tower. Durch das Palace Gate erreichten wir den Innenhof und stiegen die Stufen zum Great Tower hoch. Zuerst erreichten wir die Beckets Chapel mit dem bunten Glasfenster. Dann ging es weiter hoch in den Wohnbereich. Über den ehemaligen Burggraben und am alten Brunnen vorbei erreichten wir den Königssaal.

Und hier konnte man erahnen, warum der Saal diesen Namen trug. Edle Vorhänge und Wandmalereien zierten die Wände. Sogar eine Weltkarte hing an der Wand, das ultimative Symbol von Macht und Status der damaligen Zeit. Und im hinteren Bereich war ein Thron für König und Königin aufgebaut. Dahinter wieder ein großer Teppich. Karin und die Jungs nahmen direkt Platz.

Dahinter ging es ins Schlafgemach, wo das Bett des Königs zu sehen war. Auch hier zierten wieder einige Teppiche die Wände. In dem Bett lagen edle Decken aus Seide und Eichhörnchen Fell. Und natürlich waren hier auch die Krönungsutensilien zu finden.

Wir folgten dem Weg weiter und erreichten das Dach des Great Towers. Auf der anderen Seite führte eine Treppe dann wieder nach unten. Wir kamen durch den mit einigen Wappen verzierten Speisesaal. Hier konnte in großer Runde getafelt werden. Zum Schluss ging es noch durch die riesigen Vorratskammern, dann verließen wir den beeindruckenden Great Tower wieder. So eindrucksvoll hatten wir das nicht erwartet.

 

Dover

Gegen 18 Uhr fuhren wir dann zu unserem Hotel, das sich direkt unterhalb des Dover Castles, in der Nähe der Fährterminals befand. Wir checkten ein und wollten uns dann etwas zu essen suchen. Im Restaurant im Hotel war leider kein Platz mehr frei, also überquerten wir die vielbefahrene A20 und gingen in die Innenstadt von Dover.

Wir schauten am großen Einkaufszentrum, aber irgendwie fanden wir nichts, was alle wollten. Also gingen wir weiter durch die Hafenstadt. Wir suchten eigentlich nach einem Pub, in dem wir auch etwas Essen konnten und fanden „The Eight Bells“ in der Cannon Street. Genau das, was wir gesucht hatten. Allerdings waren Kinder hier nur bis 19 Uhr willkommen, also suchten wir weiter.

Die Jungs wollten unbedingt Pizza, also gingen wir zu Dominos. Leider gab es hier keine Sitzplätze. Also wartete ich auf die Pizzen, und Karin ging mit den Jungs zum gegenüberliegenden Spielplatz. Doch nach einigen Minuten kamen die Drei wieder zurück, denn scheinbar war das nicht unbedingt die beste Gegend. Also gingen wir mit den Pizzen weiter und suchten eine Sitzgelegenheit. Da wir nichts fanden, setzten wir uns einfach vor die St. Marys Church und aßen dort.

Das hatte allerdings auch eine Möwe mitbekommen und lag auf der Lauer. Die Jungs hatten aber ihren Spaß, den Eindringling regelmäßig zu vertreiben. Selbst ein Stück Peperoni war der Möwe bis auf ein kurzes Hecheln ganz egal. Da wir das Tier nicht quälen wollten, ließen wir die Peperoni dann aber weg und die Jungs übernahmen wieder die Abwehr.

Dann gingen wir weiter zum Strand und gaben unsere restlichen Pizzastücke noch einem Obdachlosen, den wir auf der Straße trafen. Der freute sich darüber, dann hatten wir wenigstens noch jemandem eine Freude gemacht. Die Jungs tobten sich noch etwas am Kieselstrand aus, dann gingen wir gegen 21 Uhr zurück zum Hotel.

 

Gefahrene Kilometer: 322

Getankt in Andover: Benzin für 1,47 £/l

Übernachtung: Premier Inn in Dover für 129€ (Familienzimmer für eine Nacht)

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